Alte Weisheiten


September

 

 

September schön in den ersten Tagen,

will den ganzen Herbst ansagen.

 

 

 

                                                Wenn Septemberregen den Weinberg trifft,

                                                so ist der Wein schlimmer als Gift.

 

 

 

 

Donnert's im September noch, liegt der Schnee um Weihnacht hoch.

 

Erklärung: Im September treten zwar im Gegensatz zum August deutlich weniger, doch immer noch einige Gewitter auf. Ein Zusammenhang zwischen der Gewitterhäufigkeit im September und einem schneereichem Winter kann aber nicht nachgewiesen werden.

 

 

 

Septemberanfang mit feinem Regen

kommt allzeit dem Bauer gelegen.

 

 

 

                                                               September warm und klar,

                                                               verheißt ein gutes nächstes Jahr.

 

 

 

Ist der September lind, ist der Winter ein Kind.

 

Erklärung: Ein milder September zieht in vielen Fällen auch einen milden Winter nach sich. In drei von vier Jahren folgt dann ein insgesamt zu warmer Winter. Vor allem der Februar wird hier mit bis zu 85-prozentiger Wahrscheinlichkeit normal oder leicht zu warm. Dezember und Januar werden in knapp zwei von drei Jahren überdurchschnittlich warm.

 

 

Durch Septembers heiteren Blick,

schaut noch einmal der Mai zurück.

 

 

                                                 Septembernebel, wenn er steigend sich erhält,

                                                 bringt Regen, doch klar Wetter, wenn er fällt.

 

 

 

Wie's Matthäi treibt, es vier Wochen bleibt.

 

Erklärung: Der 21. September ist der Tag des heiligen Matthäus. Die Witterung in der zweiten Septemberhälfte hat eine große Erhaltungstendenz. Sonniges Hochdruckwetter wird als Altweibersommer bezeichnet. Hat sich solch eine Wetterlage um den 21. September eingestellt, ist nach Auswertungen von meteorologischen Daten auch in den nächsten vier Wochen noch mit 80-prozentiger Wahrscheinlichkeit überdurchschnittlich sonniges und trockenes Wetter zu erwarten. Ist am 21. September mehr als 0,1 Liter Regen pro Quadratmeter gefallen, ist auch die Folgewitterung eher nass. Das ergibt die Auswertung langjähriger meteorologischer Daten.

 

 

 

Ein Herbst, der hell und klar,

 ist gut für das kommende Jahr.

 

 

                                                      Viel Nebel im September über Tal und Höh',

                                                   bringt im Winter tiefen Schnee.

 

 

 

 

 

 

Kommt Michael heiter und schön, wird es noch vier Wochen so gehen.

 

Erklärung: Der 29. September ist der Tag des heiligen Michael. Der Michaelistag ist ein wichtiger Wetter- und Lostag im Bauernjahr. Eine Hochdruckwetterlage mit Sonnenschein und angenehm warmen Temperaturen Ende September wird im Volksmund als Altweibersommer bezeichnet. Sie ist in vielen Fällen recht stabil, so dass das Wetter mehrere Wochen schön bleiben kann. Statistische Auswertungen ergaben, dass der nachfolgende Oktober in knapp zwei Drittel der Jahre (etwa 65 Prozent) zu warm ausfällt . In den Morgenstunden hält sich oft Nebel.

 

 

 

 

 

Oktober

 

 

 

Wenn's im Oktober friert und schneit, bringt der Jänner milde Zeit

 

Erklärung: Viele Oktoberregeln beziehen sich auf die zu erwartende Winterwitterung. Ein Oktober, deren Mitteltemperatur mindestens 1,5 Grad unter dem Durchschnitt liegt, zieht in zwei von drei Jahren einen milden Januar und sogar und in drei von vier Jahren einen milden Februar nach sich.

 

 

 

Warmer Oktober bringt fürwahr

uns sehr kalten Februar.

 

 

 

                                                                  Ist der Oktober freundlich und mild,

                                                                  ist der März dafür rau und wild.

 

 

 

Viel Nebel im Oktober - viel Schnee im Winter.

 

Erklärung: Ein nebelreicher Oktober begünstigt einen schneereichen Winter. Dies konnte anhand langjähriger Daten mit etwa 60-prozentiger Wahrscheinlichkeit bestätigt werden. Dabei steht die Regel in Zusammenhang mit anderen Bauernregeln, die nach einem warmen und sonnenscheinreichen Oktober einen kalten Winter versprechen. Während solcher Hochdrucklangen im Oktober gibt es morgens oft Nebelfelder.

 

 

 

Oktoberregen verspricht ein Jahr voller Segen.

 

 

                                                                        Bringt der Oktober noch Gewitter,

                                                                        wird der Winter meist ein Zwitter.

 

 

Hilft der Oktober nicht mit Sonne,

so hat der Winter keine Wonne.

 

 

 

Im Oktober der Nebel viel, bringt im Winter der Flocken Spiel.

 

Erklärung: Ein nebelreicher Oktober begünstigt einen schneereichen Winter. Dies konnte anhand langjähriger Daten mit etwa 60-prozentiger Wahrscheinlichkeit bestätigt werden. Dabei steht die Regel in Zusammenhang mit anderen Bauernregeln, die nach einem warmen und sonnenscheinreichen Oktober einen kalten Winter versprechen. Während solcher Hochdrucklangen im Oktober gibt es morgens oft Nebelfelder.

 

 

Oktoberhimmel voller Sterne haben warme Ofen gerne.

 

Erklärung: Oft tritt im Oktober während klarer, windschwacher Nächte der erster Bodenfrost auf. Auch die Lufttemperatur einige Meter über dem Boden liegt dann nur noch wenig über null Grad oder es gibt hier ebenfalls schon leichten Frost. Vielerorts beginnt im Oktober die Heizperiode.

 

 

 

Wenn Simon und Judas (28.10.) vorbei, ist der Weg zum Winter frei.

 

Erklärung: Tageslänge und Sonnenstand nehmen im Oktober rapide ab. Im November sind schon winterliche Verhältnisse erreicht, Sonnenstand und Tageslänge entsprechen etwa den Bedingungen Anfang Februar. In vielen Jahren tritt im November die erste winterliche Witterungsperiode auf und es fällt der erste Schnee.

 

 


100 jähriger Kalender

September

 

 

Der Monat beginnt m it warmen Tagen. Mitte September weht ein kühler Wind und es regnet. Am Monatsende wird es noch einmal sommerlich warm.

 

 

 

Ein warmer September ist des Jahres Spender.

 

 

 

Oktober

 

 

 Das Regenwetter hält an und ist dabei ziemlich kalt. Nach Regen und Wind in der Monatsmitte wird es mild und wärmer bis zum Monatsende.

 

 

Sitzt im Oktober das Laub noch fest am Baum, fehlt ein strenger Winter kaum.

 


 

Pflanzenorakel

 

 

Orakel haben eine lange Tradition und sind in unterschiedlicher Form in verschiedenen Kulturen zu finden. Krafttierorakel, Baumorakel, Pflanzenorakel, Tarot – Die Orakel beantworten Fragen und bieten Entscheidungshilfe in allen Lebenslagen. Die größte Verbreitung fanden sie wohl in der vorchristlichen Zeit, doch sind sie nie ganz verschwunden. Auch unsere Großeltern haben schon für den Blick in die Zukunft Orakel befragt.

 

 

 

 

 

Oktober  Apfel

 

 

 

Tritt vor allem als Liebesorakel auf. Wer etwa einen Apfel vom Blütenansatz bis zum Stiel schälen kann, ohne die Schale zu zerreißen, Muss die Schalenkringel dann dreimal über den Kopf schwingen und hinter sich werfen. Dann sollen die Verschlingungen der Schale einen Buchstaben formen – den Anfangsbuchstaben des Vornamens des zukünftigen Partners.

 

 


Ereignistage


 

Erntedankfest

 

 

Mit dem Erntedankfest, das meistens am ersten Oktobersonntag, manchmal aber auch schon Ende September begangen wird, endet im Brauchtumsjahr die an Festen arme Sommerzeit. Nun sollen die Menschen für das danken, was sie erhalten haben. In den Kirchen werden die Altarräume festlich mit den Früchten des Feldes, mit Blumen, Obst, Gemüse wie Kürbis und Kartoffeln geschmückt. Über den meist kunstvoll drapierten üppigen Gaben thront gewissermaßen der Erntekranz – oder besser gesagt die Erntekrone.

Sie wird mit langen Getreidehalmen sorgfältig geflochten und mit Feld-früchten und Bändern verziert. Früher, als es noch keine Mähdrescher gab, als alles noch mit Muskelkraft geleistet werden musste, da beging man den ersten Schnitt des Getreides in einer Art Segnungsfeier. In dieser Zeremonie wurden die Sensen und Rechen gesegnet .das erste Fuder musste ohne Lärm und Streit eingebracht werden, sonst bedeutete es Unglück. Und die letzten Körner einer Ernte wurden unter das Saatgut für das nächste Jahr gemengt.

 

 

Altweibersommer

 

 

Der Altweibersommer erreicht uns meist zum Herbstanfang. Sowohl Einzug als auch Dauer können beim Altweibersommer allerdings von Jahr zu Jahr variieren. In der Regel tritt der Altweibersommer aber gegen Ende September, Anfang Oktober ein und kann bis Ende Oktober andauern.

Hierbei handelt sich um eine beständige frühherbstliche Hochdrucklage über Mitteleuropa, die mit sommerlichen Temperaturwerten am Tag und kühlen Nächten (starke Taubildung, oft Strahlungsnebel) einhergeht.

Der Name leitet sich von Spinnfäden her, mit denen junge Baldachinspinnen im Herbst durch die Luft segeln. Der Flugfaden, den die Spinnen produzieren und auf dem sie durch die Luft schweben, erinnert die Menschen an das graue Haar alter Frauen.

 

 

 

Erntekrone als Symbol zum Erntedankfest

 

Die Erntekrone ist ein wichtiges Symbol für das Erntedankfest. Früher wie heute erinnert der Schmuck an die Abhängigkeit der Menschen von der Natur, denn Menschen waren von jeher stark auf eine gelungene Ernte angewiesen, um den Winter zu überleben. Die aus Getreideähren gebundene Erntekrone erinnert daran, findet jedoch zum überwiegenden Teil nur noch in ländlichen Gegenden auf Marktplätzen oder in Kirchenräumen einen Platz.