Alte Weisheiten


 

Bauernregeln Mai, Juni

 

 

 

Wenn sich naht Sank Stanislaus,

schlagen alle Bäume aus.

           7. Mai

 

 

Pankrazi, Servazi, Bonifazi, sind drei frostige Bazi, und am Schluss fehlt nie die kalte Sophie.

 

Erklärung: Eine ganze Reihe von Bauernregeln befasst sich mit der Zeit zwischen dem 12. und 15. Mai. Dieser Zeitraum wird im Volksmund als Eisheilige bezeichnet. Die Heiligen heißen Pankratius, Servatius, Bonifatius und die kalte Sophie, wobei die kalte Sophie hauptsächlich in Süddeutschland auftritt. In dieser Zeit kommt es häufig zu letzten Kälterückfällen in Form von Nachtfrösten. Die bereits weitentwickelte Vegetationen kann dadurch erheblichen Schaden nehmen. Besonders betroffen sind Nutzpflanzen wie Wein, Hopfen, Obstbäume und Getreide. Tagsüber herrscht nach einer klaren Nacht vielfach freundliches Wetter. Fälschlicherweise wird heutzutage auch bei unbeständigem und kühlem, aber frostfreiem Wetter von den Eisheiligen gesprochen. Statistische Auswertungen bestätigten, dass die Bodenfrostwahrscheinlichkeit Anfang Mai noch bei 30 Prozent, nach dem 15. Mai aber nur noch bei 5 Prozent liegt. Damit ist die Gefahr von späten Schadfrosten in der Landwirtschaft nach den 'Eisheiligen' tatsächlich deutlich geringer als davor.

 

 

                                                      Regen im Mai bringt Wohlstand und Heu.

 

 

Das Jahr fruchtbar sei,

wenn's viel donnert im Mai.

 

 

 

Nordwind im Mai bringt Trockenheit herbei.

 

Erklärung: Nördliche Winde im Mai bringen häufig trockene Luft und kaum Niederschlag. Liegt gleichzeitig ein Hoch über dem Nordostatlantik kann diese Wetterlage über viele Tage andauern. Die Luft weht dann oft über die norwegische Gebirge und trocknet dahinter auf dem Weg nach Deutschland aus. Auch die Ostsee ist zu dieser Jahreszeit noch kalt, so dass sich über Wasser ebenfalls kaum Wolken bilden. Die Folge ist sonnenscheinreiches mit angenehmen Temperaturen am Tage, aber sehr kühlen Nächten.

 

 

                                                           Stellt der Juni mild sich ein,

                                                           wird mild auch der September sein.

 

 

Wenn Sankt Anton (13. Juni) die Sonne lacht,

Sankt Peter (29. Juni) meist viel Wasser macht.

 

 

Auf nassen Mai folgt ein trockener Juni

 

Erklärung: Ein nasser Mai verspricht nach dieser Bauernregel deutliche Wetterbesserung im Juni. Leider bestätigt sich die Regel nicht, wenn man viele Jahre untersucht. Ist der Mai allerdings trocken, ist in sechs von zehn Fällen auch mit einem zu trockenem Juni zu rechnen.

 

 

 

                                                                  Weht im Mai der Wind aus Süden,

                                                             ist uns Regen bald beschieden.

 

 

Ist der Mai heuer kühl und nass,

üllt`s dem Bauer Scheun und Fass

 

 

 Das Wetter auf St. Urban (25.05.) zeigt des Herbstes Witterung an.

 

Erklärung: Der St. Urbanstag lässt, zumindest statistisch gesehen, einen recht weiten Blick in die Zukunft zu. Scheint nämlich um den 25. Mai nur selten oder gar nicht die Sonne, so bringt der Herbst in drei von vier Jahren eine unterdurchschnittliche Sonnenscheindauer. Und umgekehrt: Wenn es um den 25. Mai recht sonnig ist, scheint die Sonne im Herbst in drei von fünf Jahren überdurchschnittlich häufig.

 

Juni

 

Schönes Wetter auf Fortunat ein

gutes Jahr zu bedeuten hat.

              1. Juni

 

                                                                  Regnet es am Medardustag

                                                                  regnet`s vierzig Tag danach  

                                                                                 8. Juni

 

Stellt der Juni mild sich ein,

wird mild auch der September sein.

 

 

                                      Wenn Sankt Anton (13. Juni) die Sonne lacht,

                                      Sankt Peter (29. Juni) meist viel Wasser macht.

 

 

Auf nassen Mai folgt ein trockener Juni.

 

Erklärung: Ein nasser Mai verspricht nach dieser Bauernregel deutliche Wetterbesserung im Juni. Leider bestätigt sich die Regel nicht, wenn man viele Jahre untersucht. Ist der Mai allerdings trocken, ist in sechs von zehn Fällen auch mit einem zu trockenem Juni zu rechnen.

 

 

Weht im Mai der Wind aus Süden,

ist uns Regen bald beschieden.

 

 

                                                       Ist der Mai heuer kühl und nass,

                                                       füllt`s dem Bauer Scheun und Fass

 

 

Das Wetter auf St. Urban (25.05.) zeigt des Herbstes Witterung an.

 

Erklärung: Der St. Urbanstag lässt, zumindest statistisch gesehen, einen recht weiten Blick in die Zukunft zu. Scheint nämlich um den 25. Mai nur selten oder gar nicht die Sonne, so bringt der Herbst in drei von vier Jahren eine unterdurchschnittliche Sonnenscheindauer. Und umgekehrt: Wenn es um den 25. Mai recht sonnig ist, scheint die Sonne im Herbst in drei von fünf Jahren überdurchschnittlich häufig.

 

 

Stürmt es an Sonnenwend`, im nächsten

Monat das Feld heiß brennt.

              21. Juni

 

 

 

                                                                   Regnet es am Siebenschläfertag,

                                                              es sieben Wochen regnen mag.

                                                                                      27. Juni

 


100 jähriger Kalender

 Mai

 

 

Der Mai bringt schnell schönes Wetter. Doch Mitte Mai wird

es wieder kälter und der Regen geht teilweise in Schnee über.

 

  Trockner Mai Wehgeschrei, feuchter Mai bringt Glück herbei

 

 

 

Juni

 

 

Im Juni gibt es starke Regenschauer. In der Monatsmitte werden

die Tage wärmer. Das schöne Wetter wird wieder von Regen abgelöst.

 

   Wenn kalt und nass der Juni war, verdirbt er das ganze Jahr


 

 

Pflanzenorakel

 

 

Orakel haben eine lange Tradition und sind in unterschiedlicher Form in verschiedenen Kulturen zu finden. Krafttierorakel, Baumorakel, Pflanzenorakel, Tarot – Die Orakel beantworten Fragen und bieten Entscheidungshilfe in allen Lebenslagen. Die größte Verbreitung fanden sie wohl in der vorchristlichen Zeit, doch sind sie nie ganz verschwunden. Auch unsere Großeltern haben schon für den Blick in die Zukunft Orakel befragt.

 

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Löwenzahn  Mai

 

Hauptsächlich bei Kindern als Orakelspiel verbreitet; wenn es gelingt, mit einmal draufblasen sämtliche Löwenzahnsahmen (die aussehen wie kleine Fallschirme) zu entfernen, der darf sich als Glückskind sehen. Bleiben noch welche zurück, dann sind sie ein Hinweis darauf, wie viele Jahre noch bis zur Hochzeit bleiben oder – in einer Variation – wie viele Kinder man einmal haben wird.

 

 

 

 

 

 

Mauerpfeffer  Juni

 

Will man wissen, ob der Partner treu ist, dann sollte man am Johannistag (24. Juni) abens vor dem Schlafengehen einen Zweig der auch „Fette Henne“ genannten Pflanze in einen Blumentopf mit Erde einsetzen. Weisen am nächsten Morgen die Blätter auf einander zu, so ist der Schatz treu. Fallen sie jedoch in verschiedene Richtungen auseinander, kann man sich schon einmal Gedanken machen.

 


Ereignistage


Eisheiligen

 

Die Eisheiligen Mamertus, Pankratius, Servatius, Bonifatius und Sophie – in manchen Regionen sind es auch nur drei, dann, dann werden sie als Eismänner oder als gestrenge Herren bezeichnet – vom 11. bis 15 Mai werden deswegen so genannt, weil um diese Zeit noch einmal Frostgefahr herrscht. In Norddeutschland rechnet man mit den Eisheiligen vom 11. bis zum 13. Mai, in Süddeutschland, Österreich und der Schweiz vom 12. bis 15. Mai. Da die Kaltluft bei einer nördlichen Strömung die Küstenregionen zuerst erreicht, treten die Eisheiligen im Norden des Landes früher auf. Danach erst kommt die kalte Luft an den Alpen an, wodurch die Eisheiligen dort bis Mitte des Monats dauern.

 

 

 

Christi Himmelfahrt

 

Vierzig Tage nach Ostern feiern die christlichen Kirchen das Fest Christi Himmelfahrt. In manchen Gegenden Deutschlands ist dieser Tag den Brunnen geweiht. Dazu werden die Brunnen des Ortes festlich mit Blumen und Lichtern geschmückt. Der Himmelfahrtstag ist Vielfach aber auch der Tag, an dem Berge bestiegen oder an dem heilkräftige Kräuter gesucht und gesammelt werden. In, manchen Orten hat sich der Brauch erhalten, die sogenannte Glücksblume zu suchen, die an diesem Tag blühe.

Für die gläubigen Christen bedeutet das Fest Christi Himmelfahrt, dass Jesus nun ganz bei seinem Vater im Himmel ist und dass er den Menschen nunmehr durch den Heiligen Geist verbunden ist.

 

 

 

Pfingsten

 

Für die christlichen Kirchen ist Pfingsten das Gründungsfest der Kirche, da an diesem Tag, also sieben Wochen nach Ostern, der Heilige Geist auf die Jünger herabkam und diese den Auftrag erhielten, das Evangelium den Völkern zu verkünden. In vielen Gegenden wurden an Pfingsten die Kühe und Pferde zum ersten Mal nach der Winterpause auf die Brachweide getrieben. Die jungen Leute, die beim Viehtrieb den Schluß bildeten, werden als Pfingstfuchs bzw. Pfingstbraut genannt, und das Tier, das den Schluß des Zuges bildete, ist entweder die Pfingstkuh oder der Pfingstochse. Diese Tiere wurden mit Blumen und Laub geschmückt. Davon leitet sich auch der Spruch

„ geschmückt wie ein Pfingstochse“ ab.