Alte Weisheiten


März

 

 

 

 

Regnet's stark zu Albinus, macht's dem Bauern viel Verdruss.

 

 

 

Erklärung: Der 1. März ist der Tag des heiligen Albinus von Angers (um 496-554). Er wurde zunächst Abt im Kloster Tincillacense in Westfrankreich und im Jahre 529 Bischof von Angers.

 

 

 

 

 

Märzenstaub und Märzenwind, guten Sommers Vorboten sind.

 

 

 

                                                           Ein feuchter März ist des Bauern Schmerz.

 

 

 

 

März nicht zu trocken und nass, füllt dem Bauern Scheune und Fass.

 

 

 

 

                                          Gibt's im März viel Regen, bringt die Ernte wenig Segen.

 

 

 

 

 

Wenn im März noch viel Winde wehn, wird's im Maien warm und schön.

 

Soviel der März an Nebeln macht, sooft im Juni Donner kracht.

 

 

 

Erklärung: Nebel im März kann man gelassen entgegensehen. Meteorologische Untersuchungen zeigen hier keinen Zusammenhang mit der Anzahl von Gewittern im Sommer.

 

 

 

 

wie das Wetter zum Frühlingsanfang, ist es den ganzen Sommer lang

 

                                              21. März

 

 

 

 

Regen, den die vierzig Märtyrer senden, wird erst in vierzig Tagen enden.

 

 

 

Erklärung: Der 10. März ist der Tag der heiligen vierzig Märtyrer. Es ist überliefert, dass an diesem Tage der Kaiser Licinus während einer Christenverfolgung vierzig Soldaten der 12. römischen Legion in Sebaste erfrieren ließ. Regnet es um den 10. März häufig, fällt das Frühjahr noch lange nicht ins Wasser. Die Bauernregel konnte statistisch nicht bestätigt werden.

 

 

 

 

 

 Osterregen bringt selten Segen, Ostersonne - echte Wonne.

 

 

                       Bringt Rosamunde Sturm und Wind, so ist Sibylla (29.4.) uns gelind.

 

 

 

 

 

 

 

Weht am Gregoriustag der Wind, noch vierzig Tage windig sind.

 

 

Erklärung: Der 12. März ist der Tag des heiligen Gregorius. Gregor der Große (540-604) ist einer der vier großen lateinischen Kirchenväter. Vor der Einführung des Gregorianischen Kalenders war am Gregoriustag Tag- und Nachtgleiche.

 

 

 

 

wenn es an Kunigunden friert, man es noch vierzig Nächte spürt.

 

                                      3. März

 

 

 

 

Soviel Nebel im März, soviel Gewitter im Sommer.

 

 

 

Erklärung: Nebel im März kann man gelassen entgegensehen. Meteorologische Untersuchungen zeigen hier keinen Zusammenhang mit der Anzahl von Gewittern im Sommer.

 

 

 

 

 

Je größer der Staub im Märzen, desto schöner die Ernte der Erbsen.

 

 

 

 


April

 

 

Ist Sankt Vinzenz Sonnenschein, gibt es vielen guten Wein.

 

 

 

Erklärung: Der 5. April ist der Tag des heiligen Vincentius. Er wurde 1346 in Valencia geboren und war Mitglied des Dominikanerordens. In Vannes in der Bretagne starb er im Jahre 1419 und wurde 1445 von Papst Calixt III. heiliggesprochen.

 

 

 

 

 

                                                                              April warm und nass,

 

                                                                              tanzt die Magd ums Butterfass.

 

 

 

 

 

Wenn's viel regnet am Amantiustag, ein dürrer Sommer folgen mag.

 

 

 

Erklärung: Regnet es um dem 8. April überdurchschnittlich häufig, ist die Wahrscheinlichkeit für trockene Hochsommermonate Juli und August relativ hoch. In zwei von drei Jahren ist dies der Fall.

 

 

 

 

 

 

 

                                                                             Wenn der April stößt rau ins Horn,

 

                                                                             so steht es gut um Heu und Korn.

 

 

 

 

 

 

 

Gibt's im April mehr Regen als Sonnenschein, wird warm und trocken der Juni sein.

 

 

 

Erklärung: Nach einem regenreichen April folgt ein trockener Juni. - In so einfacher Form kann die Regel meteorologisch nicht bestätigt werden. Eine andere Bauernregel beschreibt allerdings, dass bei regenreichem Wetter um den 8. April ein trockener Hochsommer folgt, das ist dann immerhin in durchschnittlich zwei von drei Jahren der Fall.

 

 

 

 

 

 

 

                                                                              Bringt der April viel Regen,

 

                                                                              so deutet der auf Segen.

 

 

 

 

 

 

 

April - mehr Regen als Sonnenschein, dann wird's im Juni trocken sein.

 

 

 

Erklärung: Nach einem regenreichen April folgt ein trockener Juni. - In so einfacher Form kann die Regel meteorologisch nicht bestätigt werden. Eine andere Bauernregel beschreibt allerdings, dass bei regenreichem Wetter um den 8. April ein trockener Hochsommer folgt, das ist dann immerhin in durchschnittlich zwei von drei Jahren der Fall.

 

 

 

 

 

April kalt und nass füllt Scheuer und Fass.

 

 

 

 

 

                                                                              Gewitter am Sankt Georgstag,

 

                                                                              ein kühles Jahr bedeuten mag.    

 

                                                                                             23.4.

 

 

 

Hat Sankt Peter das Wetter schön,

 

kannst du Kohl und Erbsen sä'n.

 

                   27.4.

 

 

 

 

 

                                                                            Aprilschnee bringt Gras und Klee.

 

 

 

 

 

 

 

Friert's am Tag von Sankt Vital, friert es wohl noch fünfzehn Mal.

 

 

 

Erklärung: Der 28. April ist der Tag des heiligen Vitalis. Er erlitt das Martyrium zur Zeit der Neronischen Christenverfolgung im ersten Jahrhundert .

 

 

 

 

 

 

 

                                                                            Walpurgisnacht Regen oder Tau,

 

                                                                            auf ein gutes Jahr bau.

 

 

 

 

 

Ist der Frühling (März, April, Mai) trocken, gibt es einen nassen Sommer.

 

 

 

Erklärung: Wenn der Frühling trocken ausfällt, dann heißt das noch lange nicht, dass der Sommer dann verregnet wird. Der Zusammenhang, der in dieser Bauernregel behauptet wird, konnte statistisch nicht nachgewiesen werden.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Bläst der April mit beiden Backen,

gibt's viel zu jäten und zu hacken.

 

 

 

 

 

                                                                  Märznebel bringt keine Not,

                                                                  aber Aprilnebel nimmt Wein und Brot.

 

 

 

 

 

Wenn der April Spektakel macht, gibt's Heu und Korn in voller Pracht.

 

 

 

 

 

Der April macht, was er will.

 

 

 

Erklärung: Dies ist eine der bekanntesten Bauernregeln. Sie ist in mehrfacher Hinsicht richtig. Im April steht die Sonne schon so hoch wie im August, hat also reichlich Kraft. Bei nördlichen Kaltluftwetterlagen (Schauerwetter) wechselt innerhalb von einer Stunde fast völlig blauer Himmel mit kräftigem Regen, dem wieder Sonne folgt - und dies mehrmals am Tag. Während der sonnigen Stunden herrscht angenehmes Wetter, die kräftigen Schauer sind äußerst ungemütlich. Aufgrund der unterschiedlich schnellen Erwärmung von Kontinent und Ozean ist je nach Luftströmung ein sehr unterschiedliches Spektrum an Wetterlagen möglich. Es können zum Beispiel nach einer frühsommerlich warmen Woche nochmals Graupelschauer und Nachtfrost folgen - und umgekehrt.

 

 

 


Ereignistage


 

Warum feiern wir Ostern?

 

 

Der Ostersonntag ist für die Christen der höchste Feiertag im Kirchenjahr. Dieser Tag erinnert an die Auferstehung von Jesus Christus nach dem Tod durch die Kreuzigung. Mit dem Osterfeuer in der Osternacht wird nicht nur der Auferstehung gedacht, sondern auch der Winter symbolisch vertrieben. Diese Tradition ist noch heute in vielen Gemeinden üblich.

 

Welche Bräuche gibt es noch an Ostern?

 

Neben dem Osterfeuer wird Ostern mit weiteren Bräuchen und Symbolen in Verbindung gebracht, wie beispielsweise dem Osterhasen oder Ostereiern. Vor allem für die Kleinen sind die Osternestsuche oder das Bemalen der Ostereier die Highlights.

 

An Ostern endet die 40-tägige Fastenzeit. Auf Alkohol und Fleisch muss bis Ostern verzichtet werden. Da Fisch den christlichen Glauben symbolisiert, wird am Karfreitag (15.4.2022) bei den meisten Fisch aufgetischt.

 

Doch nicht nur Alkohol und Fleisch sind am Karfreitag verboten, an diesem stillen Feiertag gilt auch ein öffentliches Tanzverbot. Ebenfalls untersagt sind öffentliche Veranstaltungen. 

 

1. Das Osterei

 

Das Ei symbolisiert schon seit vorchristlichen Zeiten die Entstehung neuen Lebens und die Wiedergeburt. In der Urchristenzeit wurde den Toten ein Ei als Sinnbild für die Auferstehung ins Grab gelegt. Die tote und leblose Schale verbirgt und umschließt das neue Leben, das Küken. Die christliche Kirche verbindet dies mit der Auferstehung Jesu Christi nach der Kreuzigung. Während der Karwoche, der letzten Woche vor dem Ostersonntag, war es den Christen untersagt, Eier zu essen. Diese wurden gesammelt, aufbewahrt und mit schönen Farben verziert, um sie am Ostersonntag zu weihen und feierlich zu verspeisen. Dieser Brauch ist bis heute erhalten geblieben und hat sich zum allgemein bekannten “Ostereier bemalen und suchen” entwickelt.

 

 

 

2. Der Osterhase

 

Jeder kennt es, das braune Tier mit den langen Löffeln. Aber wieso bringt genau dieser die Ostereier? Der Hase ist, genau wie das Ei, bereits seit vorchristlicher Zeit ein Symbol für die Fruchtbarkeit und die Entstehung des Lebens. Eine Häsin etwa kann bis zu 20 Junge im Jahr auf die Welt bringen. Zudem ist Ostern das Fest des Frühlings, und der Hase gilt als Frühlingsbote. Im Zusammenhang mit Ostereiern wird das Langohr erstmals 1682 erwähnt. Wie es allerdings zu der Symbiose Eier und Hase und dem Ursprung des Mythos vom Osterhasen kam, der Eier bemalt und diese versteckt, ist unklar. Eine möglicher Hinweis geht zurück bis ins Mittelalter: Zu dieser Zeit war es übllich, kurz vor Ostern seine Schulden zu begleichen. Diese wurden häufig in Form von Sachgütern getilgt, üblich waren Hasen oder Eier.

 

 

 

3. Das Osterfeuer

 

Auch wenn Feuer und Licht im christlichen Glauben eine wichtige Rolle spielen: Hinter dieser Tradition steckt ebenfalls ein ehemals vorchristlicher Brauch. Mit dem Osterfeuer sollen die bösen Wintergeister vertrieben und der Frühling begrüßt werden – ein heidnisches Ritual aus dem Mittelalter. Anders als heute war es für viele Menschen damals durchaus überlebenswichtig, dass die kalte Jahreszeit möglichst kurz blieb. In Zeiten von Heizungen und Versorgung durch den Supermarkt ist die Tradition trotzdem geblieben, denn natürlich freuen sich auch heute noch die meisten Menschen auf den Frühling, wärmere Temperaturen und mehr Tageslicht.

 

 

 

Osterbräuche in Deutschland

 

 

1. Osterräder (Niedersachsen, Hessen, Alpenregionen)

 

Eine spannende Abwandlung des Osterfeuers sind die Osterräder: Große mit Stroh gestopfte Holzräder werden angezündet und einen Hang hinab gerollt. Diese Tradition wird in einigen kleinen norddeutschen Gemeinden gefeiert, ist aber auch in Orten in Hessen und in den österreichischen Alpenregionen bekannt. Zu besonderer Bekanntheit hat es der Ort Lüdge im Weserbergland gebracht: Dort findet jährlich ein großer Osterräderlauf mit viel Publikum und anschließendem Feuerwerk statt.

 

 

 

2. Eierwerfen (Bayern)

 

Das Eierwerfen gibt es in verschiedenen Formen. In Bayern wird das Ei traditionell in ein Wollsäckchen gesteckt und auf einer Wiese oder Weide von sich geschleudert. Der Wurf wird so lange wiederholt, bis die Eierschale kaputt ist, dann scheidet man aus. Sieger ist der, dessen Ei am längsten heil bleibt und die meisten Würfe übersteht.

 

Auch in anderen Gebieten Deutschlands gibt es verschiedene Versionen des Eierwerfens. In einigen Regionen werden die Ostereier über das Hausdach geworfen, oft zu einem Partner auf der anderen Seite, der das Ei fangen muss. Es heißt, das Haus solle so vor einem Blitzeinschlag geschützt werden.

 

 

 

 

3. Ostereierschieben (Sachsen)

 

In Sachsen werden traditionell Eier (oder auch Süßigkeiten und Obst) an einem Hang heruntergerollt, die von den unten stehenden Kindern aufgefangen werden müssen. Da sich die Tradition in einigen Orten zu einem größeren Spektakel mit vielen Besuchern gewandelt hat, werden heutzutage auch bunte Bälle benutzt, die dann gegen kleine Geschenke eingetauscht werden können. Aber auch in Bayern oder in Ostfriesland gibt es ähnliche Formen des Eierschiebens.

 

 

 

4. Osterreiten (Brandenburg und Sachsen)

 

Die genauen Ursprünge des Osterreitens sind unbekannt, heute finden die Prozessionen am Ostersonntag statt. In Frack und Zylinder gekleidete Männer reiten auf reich geschmückten Pferden eine festgelegte Prozessionsstrecke entlang, traditionell in den Nachbarort, und verkünden die Auferstehung Christi auf ihrem Weg. An der Spitze der Prozession reiten in der Regel Träger mit Fahnen, einem Kreuz und einer Christusstatue. Entlang der Strecke versammeln sich vielerorts eine große Zahl an Zuschauern, die das Spektakel beobachten.