Alte Weisheiten


Januar

 

 

Wenn im Januar viel Nebel steigen, wird sich ein schönes Frühjahr zeigen.

 

Erklärung: Treten im Januar häufig kühle und feuchte Wetterlagen mit Nebel auf, so fällt im Frühjahr überdurchschnittlich viel Regen. Diese Bauerregel konnte wissenschaftlich unterschauert werden. Nach Nebelwetterlagen im Januar folgt in den Folgemonaten in zwei von drei Jahren mehr Niederschlag als im Durchschnitt. Neben dieser Regel finden sich auch andere, scheinbar widersprechende Regeln, wie z. B.: Braut der Januar Nebel gar, wird der Frühling nass fürwahr oder Nebel im Januar, bringen ein nass' Frühjahr. Für die Bauern hat hierin nicht unbedingt ein Widerspruch gelegen, da ein nasser Frühling durchaus schön sein konnte, weil er eine reiche Ernte bedeutete.

Ist der Januar sehr nass, bleibt leer des Winzers Fass.

Regen im Januar, bringt die Saat in Gefahr.

Ist der Januar feucht und lau, wird das Frühjahr trocken und rau.

Im Januar viel Muckentanz, verdirbt die Futterernte ganz.

 

 

Ist der Januar sehr nass,

bleibt leer des Winzers Fass.

 

 

                                                                    Regen im Januar,

                                                                    bringt die Saat in Gefahr.

 

 

Ist der Januar feucht und lau,

wird das Frühjahr trocken und rau.

 

 

                                                                   Im Januar viel Muckentanz,

                                                                   verdirbt die Futterernte ganz.

 

 

Sind im Januar die Flüsse klein,

gibt's im Herbst einen guten Wein.

 

 

Auf trockenen, kalten Januar folgt viel Schnee im Februar.

 

Erklärung: Nach einer kalten Witterungsperiode sind oftmals Seen und Flüsse zugefroren, Nord- und Ostsee haben ebenfalls unterdurchschnittliche Temperaturen. Auch im Erdboden steckt Frost oder es liegt Schnee. Das nachfolgende Wetter fällt dadurch in vielen Jahren ebenfalls kälter als im Durchschnitt aus, denn die Luft erreicht uns über einen ausgekühlten Untergrund. Ist sogar die Ostsee zum Teil zugefroren, sind alle Luftströmungen, die uns von dort erreichen, erheblich kälter als in anderen Jahre

 

Ist Anfang und Ende des Monats schön,

so bedeutet's ein gutes Jahr.

 

 

                                           Wenn der Januar ist sehr milde, führt er gutes

                                           Frühjahr und heißen Sommer im Schilde.

 

 

 

Januar muss vor Kälte knacken, wenn die Ernte gut soll sacken.

 

Erklärung: Während man unter "freundlichem" Wetter im allgemeinen "schönes" oder auch sonnenscheinreiches Wetter versteht, so ist mit freundlichem Wetter in der Landwirtschaft vor allem eine ertragreiche Witterung gemeint - und dazu gehört auch Regen! Auch im landwirtschaftlichen Sinne freundliches Wetter ist allerdings angenehm warmes und trockenes Wetter zur Erntezeit. Damit lässt sich diese Bauernregel in die Reihe der Regeln einordnen, die nach einem kalten Januar einen überdurchschnittlich warmen und trockenen Sommer versprechen. Das gilt mit 60 bis 70 Prozent vor allem für den Juli und August.

 

 

Gibt's im Januar Wind von Osten,

tut die Erde langsam frosten.

 

 

                                                      Wenn im Jänner Gewitter toben,

                                                      dann gibt's im Jahr nicht viel zu loben.

 

 

Wenn der Frost nicht im Jenner kommen will, so kommt er im März

oder April.

 

 Erklärung: Diese Bauerregel lässt sich statistisch nicht nachweisen. Es sogar das Gegenteil der Fall. Wenn im Januar nur wenige Tage mit Frost auftreten, ist dies in zwei von drei Jahren auch im März der Fall. Auch im April ist nicht mehr Frost als üblich zu erwarten. Meteorologisch lässt sich dieser Zusammenhang mit den übernormalen Boden- und Wassertemperaturen erklären. Strömt die Luft nach einem milden Januar über relativ warmen Untergrund (Meeres- und Erdoberfläche) werden im Durchschnitt etwas höhere Temperaturen erreicht.

 

Februar

 

 

 

Wenn der Hornung warm uns macht, friert's im Mai noch oft bei Nacht.

 

Erklärung: Der Februar wird im Volksmund auch als Hornung bezeichnet, weil in dieser Zeit das Vieh hörnt. Der Bauer beginnt nun, sich auf das kommende Frühjahr und die damit verbundenen landwirtschaftlichen Pflichten vorzubereiten. Nach dieser Regel bringt ein milder Februar häufig Spätfröste im Frühling, die der Landwirtschaft Schaden zufügen. Statistisch konnte dieser Zusammenhang allerdings nicht nachgewiesen werden.

 

 

                                             Sonnt sich der Dachs in der Lichtmesswoche,

                                             bleibt er 4 Wochen noch im Loche.

                                                                02. Februar

 

Bringt Dorothee recht viel Schnee,

bringt der Sommer guten Klee.

               06. Februar

 

 

                                                                 Ist's an Apollonia feucht,

                                                                der Winter sehr spät entweicht.

                                                                           09.Februar

 

Ist der Februar trocken und kalt,

kommt im Frühjahr Hitze bald.

 

 

Im Hornung Schnee und Eis macht den Sommer lang und heiß.

 

Erklärung: Der Februar wird im Volksmund auch als Hornung bezeichnet, weil in dieser Zeit das Vieh hörnt. Der Bauer beginnt nun, sich auf das kommende Frühjahr und die damit verbundenen landwirtschaftlichen Pflichten vorzubereiten. Der Zusammenhang zwischen kaltem Winterwetter mit Schnee und Eis und einem warmen, trockenen Sommer konnte nur für den Monat Januar nachgewiesen werden. Dazu gibt es ebenfalls ein paar Bauernregeln. Frostiges Winterwetter im Monat Februar bringt uns aber nicht unbedingt einen schönen Sommer. Hier lässt sich keinen Aussage machen. Ist der Februar dagegen nass und mild, könnte auch der Sommer ins Wasser fallen. Das gilt jedenfalls in sechs von zehn Jahren.

 

 

Februar mit Sonnenschein und Vogelsang

macht dem Bauern Angst und Bang.

 

 

                                                             Ist der Februar sehr warm,

                                                            friert man Ostern bis in den Darm.

 

 

Im Februar zuviel Sonne am Baum,

lässt dem Obst keinen Raum.

 

 

Je nasser der Februar, desto nasser wird das ganze Jahr.

 

Erklärung: Ein niederschlagsreicher Februar bedeutet in vielen Fällen nichts gutes für das Jahr. In 60 Prozent der Fälle folgt dann nämlich ein zu nasses Jahr. Das heißt zwar nicht, dass es nun jeden Tag regnet, aber eben öfter als üblich. Das zeigten statistische Analysen der vergangenen Jahre. Es gilt auch die Umkehrung: In sechs von zehn Jahren folgt nach einem trockenen Februar ein insgesamt zu trockenes Jahr.

 

 

Im Februar hat's der Bauer lieber, der Wolf

schaut zum Fenster rein, als die Sonne.

 

                                                                      Ist der Februar trocken und kalt,

                                                                      kommt im Frühjahr Hitze bald.

 

 

Sankt Roman hell und klar, bedeutet ein gutes Jahr.

              28. Februar

 


100 jähriger Kalender

Januar

 

Er beginnt sonnig und sehr warm. In der Monatsmitte wird es kälter. Nachts

 friert es. Zum Ende steigen die Temperaturen und es wird sehjr nass.

 

                   Wenn der Januar ist sehr milde, führt er gutes

                       Frühjahr und heißen Sommer im Schilde.

 

 

 Februar

 

Ein windiger stürmischer Beginn. Schnee, wind, und Regen begleiten

 auch die zweite Monatshälfte. Die letzten Tage werden wieder sonnig.

 

Wenn`s im Februar nicht schneit, schneit`s in der Osterzeit

 

 

 


Ereignistage

 

 

Mariä Lichtmess

 

 

Der 2. Februar galt früher als Ende der Weihnachtszeit, als Beginn des Bauernjahrs und war der wichtigste Tag für Dienstboten auf Bauernhöfen. Rund um Lichtmess gibt es viele Bräuche und Wetterregeln. In den USA ist der 2. Februar der Murmeltiertag.

 

Am 2. Februar feiern Christen alljährlich Mariä Lichtmess, früher hieß der Tag auch Mariä Reinigung. Mariä Lichtmess wird genau 40 Tage nach Weihnachten gefeiert, an diesem Tag endete bis zum Zweiten Vatikanischen Konzil traditionell die Weihnachtszeit. In vielen Kirchen und Häusern bleiben daher die Krippe und der Christbaum nach alter Tradition bis zum 2. Februar stehen.

 

Lichterprozessionen und Kerzenweihe

Ein weit verbreiteter Brauch zu Lichtmess sind Lichterprozessionen und das Weihen von Kerzen. Bis 1912 war der 2. Februar sogar offizieller katholischer Feiertag.Kerzen sind an Lichtmess wichtig: Weil herunter tropfendes Wachs als Segen gilt, flackerten zu Lichtmess früher auch Kerzen auf den Balkonen der Häuser. Außerdem träufelte man drei Tropfen Wachs einer geweihten Kerze auf ein Brot, das sollte vor Krankheiten schützen.

Wichtiger Tag für Dienstboten

 

Auch für Knechte und Mägde auf Bauernhöfen war Lichtmess früher ein Feiertag: Am 2. Februar bekamen die Bediensteten ihren Lohn und ein paar Tage frei, oftmals der einzige Urlaub im ganzen Jahr. Außerdem entschied sich am 2. Februar, ob die Knechte und Mägde weiterhin auf dem Hof arbeiten durften oder sich eine neue Dienststelle suchen mussten. Wenn beide Seiten zufrieden waren, spendierten die Bauern in der Regel dem Gesinde an Lichtmess ein Festmahl. Kündigten die Bediensteten, geschah das mit dem Spruch: "Bauer, wir zwei machen Lichtmess!"

Bauernregeln zu Mariä Lichtmess

 

Zu Lichtmess gibt es auch viele Bauernregeln. Knapp zusammengefasst: Ist es um den 2. Februar herum mild und sonnig, steht noch eine Kälteperiode bevor. Ist es am 2. Februar nass und kalt, sollen Frühjahr und Sommer schön werden. Lichtmess galt auch als Auftakt fürs Ackerjahr. Die Tage werden spürbar länger, draußen auf den Feldern geht es wieder los.

 

 

 

"Wenn's an Lichtmess stürmt und schneit, ist der Frühling nicht mehr weit. Ist es aber klar und hell, kommt der Lenz noch nicht so schnell." Bauernregel