Tipp´s und Trick´s


 

 

September, Oktober

 

 

Bei Obstfliegen in der Küche ganz einfach eine Zitrone aufschneiden und Gewürznelken ins Fruchtfleisch stecken. Die Frucht lockt die Fliegen an, und die Inhaltstoffe der Nelken töten sie ab.

Die beim Rutenschnitt reichlich jetzt anfallenden Himbeerblätter trocknet man, um daraus Tee zu bereiten. Am besten mit getrockneten Erdbeer- und Johannisbeerblätter mischen.

Abgestandenes Mineralwasser kann man gut zum Gießen von Zimmerpflanzen verwenden. Die Mineralien und Spurenelemente fördern das Pflanzenwachstum.

Das gerbsäurehaltige Walnusslaub verrottet schneller, wenn man stickstoffhaltigen Dünger auf 1m/2 feuchtes Laub, 1,5 kg Hornspäne oder 1 kg schwefelsaures Ammoniak gibt.

Wo es eben möglich ist, läßt man das Laub unter Bäumen und Sträuchern liegen. Es bildet dort eine natürliche Mulchschicht und gibt den Wurzeln einen guten Winterschutz

Kürbisse halten länger frisch, wenn wir sie nach dem Aushöhlen mit Essigwasser spülen, denn das hält Schimmel länger fern. Von außen mit Haarspray schützen.

wenn man die Kerngehäuse von Äpfeln mit den Kernen auskocht, erhält man so viel Pektin, dass man auf Gelierzucker oder Gelatine verzichten kann.

 


 

Brombeeren reifen nicht richtig – sie bleiben hart und halb rot und werden gar nicht süß. Woran liegt denn das ? Rotschwarz gescheckte harte Früchte sind ein typisches Zeichen, dass die Brombeermilbe am Werk ist. Spätreifende Sorten und die „Theodor Reimers“ werden am stärksten befallen. Die weißen Milben sind winzig und nur mit einer Lupe zu entdecken. Sie saugen an den Teilfrüchtchen und scheiden dabei Giftstoffe aus, die den Reifeprozess stoppen. Zum überwintern ziehen sich die Milben in Rindenrissen, unter Knospenschuppen oder auch in Fruchtmumien zurück. Ab März kommen sie dann wieder zum Vorschein und im Frühling saugen sie an den jungen Blättern und den Brombeerblüten den Pflanzensaft. Meistens verhindern Vorbeugungsmaßnahmen, dass die Milben überhand nehmen.

- während des Sommers entfernt man alle gescheckten Früchte,

- nach der Ernte schneidet man die abgeernteten Triebe ab. Lass keine trocknen Früchte hängen oder auf dem Boden liegen.

- nach dem Schnitt stäubt man mit Bentonit oder Algenkalk. Das feine Pulver verstopft die Atmungsorgane der Milbe

- Im Frühling sprüht man einmal pro Woche mit Rainfarn- oder Wermut Tee oder stäubt mit Algenkalk oder Bentonit.

War im Frühjahr vorher ein starker Befall, dann spritzt man zum Ende des Winters mindestens zweimal mit dem rapsölhaltigen Ausspritzmittel Promanal, sobald die Brombeeren austreiben.

 

 

 

Hexenringe auf Rasenflächen

 

 

 

Manchmal wachsen im Rasen Pilze in einem Ring, man nennt das Hexenring. So geheimnisvoll wie der Name weismachen will, ist die Sache aber nicht. Die Pilze bilden zunächst ein unterirdisches Geflecht Myzel genannt, und dieses breitet sich von einem Ausgangspunkt ausgehend nach allen Seiten hin aus und bedeckt so eine wachsende, in etwa kreisförmige Fläche. An den Enden des Myzels erscheinen später oberirdisch die Pilzkörper. Sie sondern Sporen ab und dienen der Vermeh- rung. Das Myzel in der Ringmitte stirbt ab, wenn nicht mehr genug organische Substanz vorhanden ist, die der Pilz verwerten kann.

Es gibt verschiedene Pilzarten, die Hexenringe bilden. Manche davon lassen den Rasen regelrecht vertrocknen, weil sie wasserabweisende Stoffe absondern. Hexen-ringe kommen auf mageren, sandigen Böden am häufigsten vor. Eine schlecht durchlüftete obere Bodenschicht und toter Rasenfilz fördern die Entstehung.

Vorbeugend vertikutiert man den Rasen im Frühjahr und düngt ihn ein bis zweimal im Jahr. Beim zweiten Düngen streut man Rasen Herbstdünger aus, der viel Kalium enthält, den die Pilze bevorzugen kali – arme Böden. Sind die Ringe schon da, lockert man den betroffenen Rasenbereich im Frühjahr und Herbst, indem man die Grabegabel tief in den Boden sticht und die Grasnarbe leicht anhebt. Dadurch zerreißt das unterirdische Pilzgeflecht. Danach wässert man durchdringend und hält den Boden ein bis zwei Wochen lang sehr nass.

 


Was ist noch zu tun!


September

 

 

Nun können Spätkartoffeln, Lauch, Speisemais, Weiskohl und Bohnen geerntet werden. Wenn Brombeeren und Himbeeren geerntet sind, können die Stauden gelichtet und geteilt werden.

Leimringe um die Stämme von Obstbäumen legen, um die Weibchen des Frostspanners abzufangen.

Kräuter kappen und teilen. Oregano, Zitronenmelisse, Bergbohnenkraut und Minze schneidet man nach der Blüte bis auf Handbreite zurück. Ältere Pflanzen teilt man. Immergrüne Hecken schneidet man jetzt am besten. Nadelgehölze und robuste immergrüne Gehölze kann man jetzt gut pflanzen.

Achtung Kohlweißlinge. Die Raupen aus dem Kohl absammeln, sie fressen ihm die Blätter vom Kopf. Rhabarber pflanzen oder umpflanzen, damit der Stock noch vor dem Winter neue Wurzeln bildet.

Äpfel und Birnen sollten etwa ein bis zwei Wochen vor der Reife geerntet werden. Dann lagert man das Obst möglich in einen kühlen, dunklen Raum.

 

 

 

Oktober

 

 

Nun ist es Zeit, die Balkonkästen und Blumenkübel auszuleeren und die Kübelpflanzen ins Haus oder den Keller zu bringen, wo sie in Ruhe überwintern können.

Noch nicht abgeerntetes Gemüse mit einer Folie vor eventuellen Nachtfrösten schützen. Wurzeln und Knollen wie z.B. Möhren, rote Beete oder Sellerie dürfen im Beet noch weiter wachsen, bis Frostwetter sich einstellt. Beim Gemüse einlagern darauf achten, dass nur gesunde Wurzeln, Knollen und Kohlköpfe eingelagert werden, denn Schimmel und Fäulnis breiten sich schnell aus. Vor dem Einlagern nicht die Früchte waschen.

Blumenzwiebeln setzen. In den Rasen passen Krokus, Schneeglöckchen und Winterling. Die höheren Tulpen und Narzissen kommen in die Blumenbeete. Mitte Oktober kann mit dem Pflanzen von Obstbäumen begonnen werden. Äpfel, Kirschen und Pflaumen gehen im Herbst gut an und überstehen kalte Winter, auch wenn sie noch jung sind.

Ist der Rasen sehr hoch, sollte noch einmal gemäht werden, damit im Winter keine Fäulnis an der Grasnabe entsteht. Auch in Winter brauchen die Pflanzen und Gehölze Wasser. Daher sollte man noch vor dem ersten Bodenfrost, alles noch einmal wässern.