Tipp´s und Trick´s


Juli August

 

In einem heißen Sommer können die Temperaturen in den obersten Bodenschichten gut 40°C erreichen, was für die Pflanzen tödlich enden kann. Deshalb mulcht man, bevor die Hitze kommt.

 

Zu langes, oft halbvertrocknetes Gras mäht man nach dem Urlaub nicht sofort ganz kurz, sondern so, dass die längsten Gräser gerade zur Hälfte abgeschnitten werden. Danach jedes Mal etwas mehr abmähen.

 

Vor dem Pflanzen von Erdbeeren entfern man eventuelle Blütenstiele komplett bis unten. Die Früchte würden vor dem Winter nicht ausreifen, sondern die Pflanze nur kraft kosten.

 

In der Mittagssonne verdampfen 2 – 3L von 10L Gieswasser, bevor es an die Pflanzen-wurzeln gelangen kann. Deshalb gießt man möglichst frühmorgens oder abends, wenn die Sonne nicht so stark ist.

 

Kräuter zum Trocknen oder Einlegen erntet man nach sonnigen, warmen Tagen, dann haben sie ihr bestes Aroma. Nach kühlen, regnerischen Wetter schmecken sie nicht so intensiv.

 

Gegen das Platzen von Möhren, Tomaten, Kohlrabi den Boden immer gleichmäßig feucht halten.

 

 

 

 


 

Pflege von Erdbeeren

 

 

Für die Erdbeeren ist das sonnigste Beet im Garten am günstigsten. Allerdings ist zu beachten, dass bei einer Neupflanzung ein regelmäßiger Standortwechsel vorgenommen werden sollte. Erdbeeren dürfen maximal alle vier Jahre auf der gleichen Fläche angebaut werden. Nach dem dritten Standjahr ist bei Erdbeeren mit starken Ertragsrückgang zu rechnen. Erdbeeren gedeihen auf allen normalen Böden, die frei von Staunässe sind. Als ursprüngliche Waldpflanze bevorzugt sie jedoch einen lockeren und humosen Boden, der z. B. durch zusätzliche Kompostgaben geschaffen werden kann.

 

Bei allen Erdbeerpflanzen ist darauf zu achten, dass nicht zu tief gepflanzt wird. Die Ballenoberfläche (bei getopfter) Ware) muß mit der Erdoberfläche abschließen. Wichtig ist ebenfalls, dass die Wurzeln (bei ungetopfter Ware) nicht eingekürzt werden und gerade in die Erde gelangen. Die Pflanzen gut andrücken und angießen. In jedem Fall muß sich das Herz jeder Pflanze kurz über der Erdoberfläche befinden und frei liegen. Pflanzabstände von Reihe zu Reihe 60 – 70 cm und  25 – 30 cm Abstand der Pflanzen in der Reihe werden empfohlen.

 

Zur Nährstoffversorgung von Erdbeeren sollte ein Spezialdünger für Beerenobst ver- wendet werden. Von diesem werden in den Jahren nach der Pflanzung vor dem Blattaustrieb 50g und bei der beginnenden Blütenbildung weitere 30g pro m/2 ausgebracht. Nach der Ernte etwa im Juli, werden nochmals 50g pro m/2 flach in den Boden eingearbeitet.

 

Um saubere Früchte ernten zu können, kann man im Frühjahr Stroh, Rindenmulch, Holzwolle oder auch grobe Hobelspäne zwischen den Reihen ausbringen. Eine solche Abdeckung verhindert ebenfalls eine rasche Verdunstung der Bodenfeuchtigkeit und wirkt sich infolgedessen wachstumsfördernd aus.

 

Erdbeeren sind sowohl Flach- als auch Tiefwurzler. Die Zwischenräume der Reihen sollten darum niemals gegraben, sondern nur flach gehackt werden. Nach der Ernte beginnen die Pflanzen Ranken zu bilden. Diese entfernt man am besten so bald wie möglich. Nicht abgetrennte Ranken entziehen der Mutterpflanze Nährstoffe, was sich im nächsten Jahr  ertragsmindernd  auswirkt. Um vor allem Grauschimmel zu verhindern, kann zur Zeit der Blüte ein zugelassenes Pflanzenspritzmittel gespritzt werden.  Sollten die Blätter einmal extrem von Pilzen befallen sein, kann das Laub bis auf die Herzknospen. Wer will kann die abgetrennten Ranke wieder für die Neubepflanzung verwenden.

 

 

 

Beliebte Sorten sind  Senga Sengana, Annanas – Erdbeeren White Dream (weiße

 

Früchte), Sweet Mary oder Klettererdbeere Mountainstar

 


Was ist noch zu tun!


 Juli

 

 

Anfang Juli sät man die letzten Buschbohnen, außerdem Möhren, Lauchzwiebeln, Blatt-manngold, Knollenfenchel, Endivien und Radicchio.

Vorgezogene Setzlinge von Rosenkohl, Grünkohl und Herbstwirsing pflanzt man in die Erde . Am besten bei Nieselregen.

Wöchentliches hacken spart eine Menge Gießerei. Dabei mit Unkrauthacke die Erde zwischen den Pflanzen aufrauen, dadurch bleibt die Feuchtigkeit viel länger in der Erde. Oder man legt Mulch aus.

Die Hauptarbeit im Garten besteht nun im täglichen gießen und Unkrautjäten. Star tragende Obstbäume werden gestützt, wilde Triebe entfernt. Gerade bei Kirschbäumen empfiehlt sich nach der Ernte ein Sommerschnitt.

Sind die Früchte der Erdbeeren abgeerntet, dann schneidet man die alten Blätter ab und gibt den Pflanzen Erdbeerdünger. Das drängt die Blattkrankheiten zurück.

 

 

August

 

 

Zur reichen Ernte kommt dann das arbeitsintensive Verarbeiten der Früchte zu. Hinzu kommt das tägliche, manchmal sogar zweimalige gießen, weil es gewöhnlich in der ersten Hälfte des Monats noch sehr heiß und trocken ist. Auch der Rasen muss regelmäßig gesprengt und verblühte Blumen müssen regelmäßig entfernt werden. Es können noch einmal Salatpflänzchen gesteckt, Spinat und Radiesche gesät werden. Küchenkräuter können

geschnitten und eventuell geteilt werden. Wer ab jetzt bis Oktober Feldsalat sät, kann in 8 -9 Wochen ernten. Er verträgt Kälte bis -15°C . Nach dem Auflaufen der Saat braucht man nur noch ein wenig ausdünnen.

Wenn die Hälfte bis zwei drittel der Blattröhren der Zwiebeln gelb geworden sind können die Zwiebeln geerntet werden. Mann sollte Sie schön weit ausgebreitet mehrere Tage nach-trocknen lassen. Wirsing, Grünkohl, Winterlauch und Rosenkohl sind standfester, wenn man sie Mitte August anhäufelt. Auch Mehltau ist jetzt in Anmarsch. Alle von der Pilzkrankheit befallenen Pflanzenteile schneidet man ab und wirft sie nicht auf den Kompost, sondern am besten in den Müll.