Tipp´s und Trick´s



Gartentips

 

 

 Mai, Juni

 

 

Radischen halten sich einige Tage im Kühlschrank frisch, wenn man das Laub abdreht.

 

Staubgefäße von Lilien färben stark ab, deshalb nicht so dicht an Gardinen oder auf ein Tischtuch stellen.

 

Wo Ameisen stören, kann man sie erst einmal mit starken Düften vergrämen: Beträufel Nester und Ameisenstraßen mit Lavendelöl, Essig oder Zitronensaft.

 

Unkraut zwischen Steinplatten entfernt man schnell und umweltfreundlich mit kochendem Salzwasser.

 

Erdbeeren immer erst waschen und dann putzen, sonst saugen sie zu viel Wasser auf und werden matschig.

 

Schattenrasen schneidet man nicht tiefer als 6 - 7 cm, weil dort die Gräser jeden Millimeter Blattmasse brauchen, um genug Licht einzufangen.

 

Rosen lieben warme und sonnige Standorte. Abstrahlende Hitze z.B. von Mauern, sollte vermieden werden. Sandige Böden müssen mit Lehm-, Ton oder aber Kompostanteilen sowie mit organischen Düngen verbessert werde

 

An heißen Tagen gießt man Kübelpflanzen am besten mit abgestandenen, warmen Wasser, so bekommen sie keinen Kälteschock durch zu kühles Gießwasser.

 

Wegen ihrer guten Wirkung gegen Rheuma und Gicht heißen die schwarzen Johannes- beeren im Volksmund auch Gichtbeeren.

 

Die kleinen Erdhäufchen von Regenwürmern, die vor allem bei Regenwetter den Rasen verunzieren, sollen uns nicht aufregen. Wenn wir sie auseinanderharken, verbessern wir die Bodenqualität.

 

 


Alte Gemüsesorten


Portulak


Die fleischige Portulakpflanze lässt sich als Gemüse oder Gewürz einsetzen und bereichert so vielseitig die heimische Küche.
Portulak, auch bekannt als Burzelkraut, ist eine Gemüse- und Würzpflanze, die von Mai bis September geerntet wird. Die Pflanze besteht aus langen, saftigen Blättern und fleischigen Stängeln. Die Knospen wurden früher als Kapern-Ersatz genutzt.
Portulak hat einen erfrischenden, säuerlich-salzigen und leicht nussigen Geschmack und lässt sich vielseitig verwenden. Die jungen Portulaktriebe eignen sich als Salat, die gehackten Blätter können Sie als frisches Gewürz verwenden und auch die älteren Blätter lassen sich raffiniert zubereiten. Beispielsweise kurz blanchiert als Gemüse, mit einem Ei serviert oder wie Rahmspinat mit Sahne gebunden.

Guter Heinrich  


Der Gute Heinrich liefert schmackhafte und vitaminreiche Blätter, die wie Spinat zubereitet werden. Zudem ist er als Heilpflanze bekannt. Er gehört zu den sehr alten Gemüsesorten und wuchs in der Vergangenheit vor allem als "Unkraut" an Hausmauern und Misthaufen, was ihm den Namen "Dorfgänsefuß" einbrachte. Bevor es im 16. und 17. Jahrhundert vom Spinat verdrängt wurde, war das Wildgemüse eine beliebte Spinatpflanze mit viel Vitamin C. Außerdem hatte Chenopodium bonus-henricus als Heilpflanze eine große Bedeutung. Der Gute Heinrich ist eine ausdauernde, krautige Pflanze mit rübenähnlicher Wurzel. Die Gemüse- und Heilpflanze treibt schon früh im Jahr, meist ab April, aus und wird zwischen 60 und 80 Zentimeter hoch. Sie hat fleischige, langgestielte, pfeilförmige, dunkelgrüne Blätter. Diese sind auf der Blattunterseite weiß bemehlt. Er benötigt einen sonnigen bis halbschattigen Standort auf frischen, nährstoff-reichen sowie humosen Lehmböden. Einmal eingewurzelt, kann der Gute Heinrich viele Jahre auf demselben Beet wachsen.

Stielmus


Stielmus, auch Rübstiel genannt, ist ein fast unbekanntes Gemüse, das sehr eng mit den Mairübchen verwandt ist. Verwendet werden, wie der Name schon sagt, die langen Stiele der Pflanze, die einen würzigen und leicht scharfen Geschmack haben.  Stielmus ist ein anspruchs-loses Gemüse und ist im Gegensatz zu vielen anderen Kohlgewächsen ein Schwachzehrer. Er gedeiht gut auf sandigen, lockeren und humosen Böden an sonnigen bis halbschattigen Standorten. Auch im Gewächshaus lässt sich das Gemüse gut ziehen. Stielmus ist ein Frühlingsgemüse, welches direkt in das Beet gesät wird. Die Aussaat erfolgt in Reihensaat ab März bis April, mit einem Reihenabstand von 30 cm. Die Pflänzchen dürfen in der Reihe eng stehen, da sich das unterirdische Rübchen gar nicht entwickeln soll, sondern nur das ober-irdische Laub. Bereits 5 – 7 Wochen nach der Aussaat kann das Stielmus geerntet werden. Ziehe hierzu die Pflanzen komplett aus der Erde, und trenne anschließend die Stiele derart von der Wurzel ab, dass sie noch zusammenbleiben. Stielmus gut waschen, fein schneiden und in Öl oder Butterschmalz andünsten. Mit Brühe ablöschen und Saure Sahne und Gewürzen abschmecken.     

              
Mehr Info: mein-schoener-garten.de/pflanzen/gemuese/stielmus

 

 

 

Flieder richtig schneiden

 

 

 

Der Flieder ist eine alte Bauerngartenpflanze und gehört nach wie vor zu den beliebtesten Blütensträuchern. Seine Blütenknospen sitzen meist paarweise an den Enden der im Vorjahr gebildeten Zweige und öffnen sich je nach Region von Ende April bis Mitte Mai. Anfang Juni ist es mit der duftenden Pracht in der Regel vorbei und die eingetrockneten Blütenstände sind nicht mehr besonders ansehnlich. Wer sich daran stört, kann die verwelkten Blütenkerzen gleich nach der Blüte mit der Gartenschere entfernen. Schneiden Sie diese heraus, ohne die jungen, noch weichen Triebe zu verletzen, die dicht unterhalb der Blütenstände ausgetrieben sind – sie tragen bereits die Blütenknospen für die nächste Saison.

 

Die älteren Äste vergreisen aber mit der Zeit und die Seitenzweige im Kroneninneren sterben nach und nach ab. Das führt dazu, dass die Sträucher mit den Jahren von innen heraus verkahlen und im äußeren Kronenbereich relativ stark verästelt sind. Um diesem Prozess entgegenzuwirken, sollten Sie nach der Blüte jeden dritten Blütentrieb etwas stärker zurückschneiden und entweder auf einen bereits vorhandenen Seitentrieb oder auf ein Auge ableiten. Auch stärkere Rückschnitte bis ins zweijährige Holz sind möglich. Tipp: Schneiden Sie einfach zur Blütezeit regelmäßig ein paar Sträuße für die Vase ab – damit vermeiden Sie automatisch die Vergreisung und Verkahlung der Krone.

 

Der Flieder verträgt auch einen kräftigen Verjüngungsschnitt, allerdings sollten Sie diesen auf einen Zeitraum von zwei bis drei Jahren verteilen. So vermeiden Sie, dass die Blüte für ein paar Jahre ganz ausfällt. Schneiden Sie jeweils im zeitigen Frühjahr ein Drittel bis die Hälfte der Hauptäste auf unterschiedlichen Höhen – etwa von Kniehöhe bis dicht über dem Bodenniveau – ab. Sie treiben im Lauf der Saison mit zahlreichen neuen Trieben wieder aus, von denen Sie im nächsten Frühjahr jeweils nur zwei bis drei kräftige, gut verteilte Exemplare stehen lassen. Diese werden wiederum eingekürzt, damit sie kräftiger werden und sich gut verzweigen.

 

Erziehungsschnitt für junge Flieder

 

Wenn Sie einen neuen Flieder gekauft haben, sollten Sie gleich beim Pflanzen im Frühjahr oder Herbst alle abgeknickten und schwachen Triebe entfernen und die Haupttriebe um jeweils etwa ein Drittel bis die Hälfte einkürzen. Sie müssen dann zwar im ersten Jahr auf die Blüte verzichten, aber dafür bauen sich die jungen Sträucher von unten schön buschig auf und werden im Alter dann umso prächtiger.

 

Zwerg-Flieder schneiden

 

Niedrige Flieder-Arten wie zum Beispiel der Zwerg-Duftflieder (Syringa meyeri ‘Palibin’) oder der Koreanische Flieder (Syringa patula ‘Miss Kim’) unterscheiden sich im Wuchs deutlich vom Edel-Flieder. Sie werden meist nur 1,5 bis 2 Meter hoch und bilden eine sehr dichte, buschige Krone. Diesen Arten bekommt ein Auslichtungsschnitt gleich nach der Blüte recht gut. Man schneidet im etwa dreijährigen Turnus jeweils die ältesten Äste dicht über dem Boden ab.

 


 

 

Brombeeren reifen nicht richtig

 

– sie bleiben hart und halb rot und werden gar nicht süß. Woran liegt denn das ? Rotschwarz gescheckte harte Früchte sind ein typisches Zeichen, dass die Brombeermilbe am Werk ist. Spätreifende Sorten und die „Theodor Reimers“ werden am stärksten befallen. Die weißen Milben sind winzig und nur mit einer Lupe zu entdecken. Sie saugen an den Teilfrüchtchen und scheiden dabei Giftstoffe aus, die den Reifeprozess stoppen. Zum überwintern ziehen sich die Milben in Rindenrissen, unter Knospenschuppen oder auch in Fruchtmumien zurück. Ab März kommen sie dann wieder zum Vorschein und im Frühling saugen sie an den jungen Blättern und den Brombeerblüten den Pflanzensaft. Meistens verhindern Vorbeugungsmaßnahmen, dass die Milben überhand nehmen.

- während des Sommers entfernt man alle gescheckten Früchte,

- nach der Ernte schneidet man die abgeernteten Triebe ab. Lass keine

   trocknen Früchte hängen oder auf dem Boden liegen.

- nach dem Schnitt stäubt man mit Bentonit oder Algenkalk. Das feine Pulver

   verstopft die Atmungsorgane der Milbe

- Im Frühling sprüht man einmal pro Woche mit Rainfarn- oder Wermut Tee

   oder stäubt mit Algenkalk oder Bentonit. War im Frühjahr vorher ein

   starker Befall, dann spritzt man zum Ende des Winters mindestens zweimal

   mit dem rapsölhaltigen Ausspritzmittel Promanal, sobald die Brombeeren

   austreiben.

 

 


Was ist noch zu tun!

 

 

Mai, Juni

                                                                                                                   

 

Wenn nun alles blüht und wächst, ist der Mai vor allem der Monat der Pflege.

 

Die Erdbeerbeete sollten aufgelockert und von Unkraut befreit werden. Überhaupt

 

Sollten die Gemüsebeete gejätet werden. Die frisch gesetzten Pflanzen regelmäßig gegossen werden.

 

Nach den Eisheiligen können Bohnen, Kürbisse, Tomaten, Paprika, Gurken, Knollensellerie, Kohlrabi, Melonen und Zucchini ins Freie gepflanzt und Spätkartoffeln gesteckt werden. Gesät werden nun auch Mangold, Spinat, Karotten, rote Bete, Grünkohl, Radieschen und Rettich.

 

 

 

Mitte Juni Gemüse, die lange im Beet stehen wie Rosenkohl, Knollensellerie, Grünkohl oder Lauch jetzt pflanzen.

 

Zu Johanni (24. Juni) hört man mit dem ernten von Rhabarber auf, weil die Stängel danach viel Oxalsäure einlagern. Die Pflanze soll auch nicht weiter geschwächt werden. Blüten ausbrechen, auch wenn sie imposant sind.

 

Sobald es warm wird, lohnt es sich, frischen Grasschnitt 3 - 5 cm dick als Verdunstungsschutz zwischen die Gemüsereihen und Obststräucher zu streuen.

 

Nach der Blüte die Ranken der Weinreben auf 5 - 8 Blatt hinter der letzten Traube zurückschneiden.

 

Wer die alten Blüten von Stauden ausschneidet, fördert eine zweite Blüte. Auch bei Flieder, Weigelien und Schmetterlingsflieder Verblühtes abschneiden.